Heilmittelrichtlinien für Rezepte von gesetzlich, versicherten Patienten

Nur korrekt ausgestellte Rezepte können durch ihre Krankenkasse abgerechnet werden.

Durch die Beachtung einiger wichtiger Punkte können wir gemeinsam Ihren und unseren Aufwand für evtl. notwendige nachträgliche Änderungen von Rezepten reduzieren.

Selbstverständlich stehen wir Ihnen für Rückfragen jederzeit persönlich oder telefonisch unter 0 89 – 96 05 77 0 zur Verfügung.

Was ist dringend zu beachten beim Ausstellen einer Heilmittelverordnung?

  • Ihr Rezept muß innerhalb der von ihrer Krankenkasse vorgeschriebenen Frist von 14 Tagen beginnen!!! Nachträgliche Änderung des Rezepts können vermieden werden, wenn in das Feld: „Behandlungsbeginn spätestens am“ ein Datum z.B. vier Wochen ab Ausstellung eingetragen wird.
  • D1-Verordnungen dürfen im Regelfall maximal 10x insgesamt verordnet werden! D.h. 1x 6 Anwendungen und 1x 4 Anwendungen.
  • Soll diese Art der Behandlung weiterhin erfolgen, so handelt es sich um eine Behandlung: „Außerhalb des Regelfalls“, die einer „medizinische Begründung bei Verordnung außerhalb des Regelfalls“ bedarf.
  • Bei Verordnungen für: Lymphdrainagen muss eine Zeitangabe erfolgen, d.h. es gibt als verordnungsfähige Leistung: „MLD 30“ / „MLD45“ / „MLD60“.
  • Bei nachträglicher Änderung des Rezepts muss immer ein Arztstempel + Datum der Änderung + Arzt Unterschrift in der Nähe der Änderung angebracht werden.
  • Alle Regelfallverordnungen mit dem Indikationsschlüssel EX1-2 oder WS1-2 sind nach 18 Behandlungen ausgeschöpft! Dies hat nichts mit dem Quartalsende zu tun. Nach der Regelfallausschöpfung muss der Patient 12 Wochen pausieren, es sei denn, eine neue Erkrankung mit einer anderen Diagnose erfordert physiotherapeutische Behandlungen.

Was ist die Zuzahlung und wie berechnet sie sich ?

Seit 2004 verlangt der Gesetzgeber gemäß SGB V §32 von Ihnen als gesetzlich Krankenversichertem einen eigenen finanziellen Beitrag zu jeder Heilmittelverordnung, falls Sie nicht von der Zuzahlung befreit sind. Dieser Beitrag entspricht in der Regel einem Betrag von 10 EUR pro Rezept plus 10% des Abrechnungsbetrags. Dieser Betrag ist vor der ersten Behandlung in der Praxis zu bezahlen, Sie bekommen eine Quittung darüber. Die Zuzahlung kann nicht mit Behandlungen verrechnet werden, sie ist in jedem Fall in bar bzw. per EC Karte zu bezahlen.

Beispiel:
Der Arzt hat Ihnen 6 x Allgemeine Krankengymnastik verordnet, Sie sind bei einer Ersatzkasse versichert und nicht von der Zuzahlung befreit. Der Brutto-Abrechnungsbetrag des Rezepts beträgt 6 x 14,98 EUR = 89,88 EUR. Ihre Zuzahlung beträgt: 10 EUR + 0,1 x 89,88€ = 18,98 EUR

Vielen Dank!
CITY MED. München